In elfter Generation: Opel fährt in der Kompaktklasse seit 1936 von Erfolg zu Erfolg
Über 24 Millionen verkaufte Opel Kadett und Opel Astra sind eine
eindrucksvolle Zahl und eine starke Leistung. Aneinandergereiht würden
alle bis heute gebauten Opel-Kompaktmodelle die magische
100.000-Kilometer-Marke knacken und eine Fahrzeugkolonne bilden, die
zweieinhalbmal um den Äquator reichen könnte. Die Kompakten von Opel
haben gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die persönliche
Mobilität für viele soziale Schichten ermöglicht. Und nicht nur das: Mit
den jüngsten Modellgenerationen hat Opel Technologien aus höheren
Fahrzeugsegmenten für viele Autokäufer erst erschwinglich gemacht – wie
beispielsweise die herausragende Scheinwerfertechnik AFL+ im Astra J und
IntelliLux LED® Matrix-Licht im neuen Astra.
Jetzt schlägt Opel ein neues Kapitel in der Geschichte seiner
Bestseller auf. Dabei demokratisiert der Hersteller Innovationen höherer
Klassen weiter und verbindet die neuesten Technologien mit einem
begeisternd dynamischen Design: Die
nächste Astra-Generation
basiert auf einer komplett neuen Leichtbau-Fahrzeugarchitektur, wird
nur von Motoren der neuesten Generation angetrieben und bietet
Ausstattungs-Features, die es bislang höchstens in der Oberklasse gab.
Mit seinem schlanken Design wirkt er dazu athletischer als jemals zuvor.
Kurz: Der neue Astra kombiniert Effizienz mit Eleganz und definiert mit
seinen Top-Innovationen die Kompaktklasse neu. Im Herbst feiert der
Opel Astra seine Weltpremiere auf der Internationalen Automobil
Ausstellung in Frankfurt (17. bis 27. September 2015).
Apropos feiern, ein direkter Vorfahre des neuen Astra, der
Opel Kadett B,
wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Der über 2,6 Millionen Mal gebaute
Kadett wurde in den Sechzigern mit dem Slogan „Das Auto“ beworben und
stach seine Konkurrenten mit viel Temperament, viel Platz, viel
Kofferraum und einem hohen Sicherheitsniveau aus. Oder kurz: „Wer weiß,
was er will, fährt Kadett.“
Absoluter Bestseller in 79 Jahren Opel-Kompaktklasse war bislang der
Astra F
der Jahre 1991 bis 1997. Der Neue trug erstmals europaweit den zuvor
schon in Großbritannien verwendeten Namen Astra und verkaufte sich mehr
als 4,1 Millionen Mal. An der Vier-Millionen-Grenze kratzten auch Kadett
E (3,8 Millionen) und Astra G (3,95 Millionen). Viele gute Gründe also
auf die 24 Millionen verkauften Opel-Kompaktmodelle zurückzublicken.
Kadett 1 bis Astra K – eine Erfolgsgeschichte über elf Generationen
1936-1940: Opel Kadett 1 – Der Volkswagen
Der erste Opel Kadett ist technisch wie preislich eine kleine
Sensation. Über 100.000 Exemplare des Viersitzers entstehen von 1936 bis
1940 in Rüsselsheim – schon damals eines der fortschrittlichsten
Automobilwerke Europas. Der erste Kadett mit der revolutionären
selbsttragenden Karosserie, lieferbar als Limousine oder
Cabrio-Limousine, wird für nur 2.100 Mark angeboten. Der fast 100 km/h
flotte Viersitzer fährt bald in die Herzen des Publikums und erwirbt
auch das Wohlwollen der Presse: „Der Kadett ist, wie die ersten
Probefahrten uns bestätigen, ein für diese Preislage keineswegs
alltägliches Fahrzeug“, heißt es am 5. Dezember 1936 in der
Braunschweiger Tageszeitung.
Das Fahrwerk mit Synchronfederung und blattgefederter Hinterachse
stammte vom Opel Olympia, der seitengesteuerte
Vierzylinder-Graugussmotor mit 23 Pferdestärken aus 1.073 cm
3 Hubraum vom Opel P 4. Die Vorteile der Technik aus dem Baukastensystem ermöglichten dann auch die günstige Preisgestaltung.
1962-1965: Opel Kadett A – Fürs Wirtschaftswunder
Großer Kofferraum und viel Platz für vier Personen; neuer,
drehfreudiger Motor und geringe Unterhaltskosten sind das Erfolgsrezept
des Kadett A. Fast 650.000 Autos baut Opel von 1962 bis 1965. Die
Linienführung des zweitürigen Stufenheck-Modells ist sachlich-modern:
Die Gürtellinie liegt tief, die großen Glasflächen sorgen für gute
Übersichtlichkeit. Eine über die gesamte Seitenlinie laufende Zierleiste
betont die gestreckte Form. Die vorderen Kotflügel laufen in die
Scheinwerfer aus, und die hinteren Enden sind als „Peilecken“
ausgebildet. Die Platzverhältnisse im Innenraum verblüffen bisherige
Kleinwagen-Fahrer. Der Kofferraum ist ein richtiges Gepäckabteil und –
der Tankverschluss liegt außen! „
Opel
Kadett kurz gesagt:
O.K.“,
loben die Werbetexter, die sich auch einen Seitenhieb auf den
Hauptkonkurrenten aus Wolfsburg nicht verkneifen können. „Nie haben Sie
Benzingeruch im Kofferraum“, heißt es mit einem Augenzwinkern. Mit
seinem modernen, wassergekühlten Frontmotor bietet der Kadett einen
weiteren konstruktiven Vorteil gegenüber dem Käfer: 40 PS leistet der
993 cm
3 große Vierzylinder und treibt ab März 1963 auch den neuen Kadett Caravan an.
1965-1973: Opel Kadett B – Das Auto
Wer A sagt, muss auch B sagen – 1965 löst die neue Baureihe den
ersten Kadett ab. Der Neue misst über vier Meter und ist damit eine
ganze Nummer größer geraten. Bei dessen modischer Linienführung ließen
sich die Designer von ihren Kollegen aus Übersee inspirieren: Das flach
abfallende Heck erinnert an die Fastback-Modelle aus den USA und
signalisiert „Kraft und Geschwindigkeit schon, ehe man den Motor
vernommen hat“, so die
Automobil Illustrierte 1966. Analog zur
Länge wachsen die PS-Zahlen. Die Opel-Ingenieure vergrößerten die
Bohrung des Vierzylinders um drei Millimeter: Das nun 1.078 cm
3
große Basisaggregat leistet jetzt 45 PS. Alternativ ist der
höherverdichtete 1.1 S-Motor mit 55 PS erhältlich. Schnell wird der
Kadett zum Erfolg: Mit mehr als 2,6 Millionen produzierten Modellen von
September 1965 bis Juli 1973 wird der Kadett B zum Stückzahl-Millionär.
Der Erfolg ist dabei nicht auf das Geburtsland beschränkt: 1966 erreicht
der Exportanteil 50 Prozent. Der Kadett wird in 120 Ländern rund um den
Globus verkauft.
1973-1979: Opel Kadett C – Der Sportler
Adrettes Familienauto, schicker Zweitwagen mit praktischer Heckklappe
oder antrittsstarker Breitensportler in Kriegsbemalung: Die Familie des
Kadett C hat viele Gesichter. Insgesamt 1,7 Millionen Modelle werden
von 1973 bis 1979 produziert. Mit einer klar gezeichneten Karosserie und
einer neuen Doppelquerlenker-Vorderachse debütiert im August 1973 der
heckgetriebene Kadett C. Charakteristische Designmerkmale sind der
flache Kühlergrill, die Motorhaube mit der markentypischen Bügelfalte
sowie die zum Spoiler ausgebildete Frontschürze. Ein Auto, „das sich
nicht nur erfreulich gut fährt, sondern auch gewissenhaft konstruiert
und sauber verarbeitet ist, das außerdem wartungs- und
reparaturfreundlich und wirtschaftlich im Unterhalt ist“, loben die
Tester von
auto motor und sport in Ausgabe 20/73. Auf der IAA
1975 debütiert der GT/E. Sein 1,9-Liter-Motor mit
L-Jetronic-Einspritzung von Bosch leistet 105 PS und ist bei nur rund
900 Kilogramm Leergewicht für 184 km/h gut.
1979-1984: Opel Kadett D – Der Fronttriebler
Die vierte Generation des Nachkriegs-Kadett läutet eine neue
Kompaktklasse-Ära bei Opel ein: Auf der IAA 1979 debütiert mit dem
modern gezeichneten Kadett D das erste Frontantriebsmodell von Opel. Und
das Packaging überzeugt: Obwohl der Neue mit einer Länge von 3.998
Millimeter immerhin 12,6 Zentimeter kürzer als sein Vorgänger ist,
bietet der Kadett D einen längeren Innenraum als dieser und deutlich
mehr Platz als so mancher Konkurrent. Doch nicht nur Antriebslayout und
Fahrwerk (mit einer Verbundlenkerachse hinten) brechen mit Traditionen;
der Kadett erhält einen neuen 1,3-Liter-ohc-Motor mit 60 und 75 PS. Dass
eine neue Ära in der Kompaktklasse begonnen hat, verdeutlicht auch das
Karosserieangebot: Neben dem geräumigen Caravan mit bis zu 1.425 Litern
Ladevolumen bietet Opel ausschließlich Fließheckversionen an. Im Januar
1983 folgt der sportliche Kadett GTE zum lustigen GTI-Jagen. Der bis zu
187 km/h schnelle GTE ist mit einem 115 PS starken
1,8-Liter-Vierzylinder ausgerüstet. Weitere technische Modifikationen
sind ein strafferes und tiefer gelegtes Fahrwerk, neue Lenkungsdämpfer
und innen belüftete Scheibenbremsen vorn. Von 1979 bis 1984 werden
insgesamt 2,1 Millionen Kadett D produziert.
1984-1991: Opel Kadett E – Der Aerodynamik-Weltmeister
Der zweite Frontantriebs-Kadett, gebaut von 1984 bis 1991, wird zum
„Auto des Jahres 1984“ gewählt und ist ein absoluter Erfolgstyp. Mit
insgesamt 3.779.289 Exemplaren ist er der bis dahin meistverkaufte Opel
und ein echter Aerodynamik-Weltmeister. Den Opel-Ingenieuren gelingt
1984 ein ganz großer Wurf. Auf der technischen Basis des Vorgängers,
aber mit ganz neuer Fließheck-Karosserie, macht der Kadett E eine
Riesenkarriere. Der Kadett D war mit einem c
W-Wert von 0,39
bereits der beste Kompakte – sein Nachfolger aber lässt diesen Wert
verblassen: Nach 1.200 Stunden Feinschliff im Windkanal erreicht das
E-Modell sensationelle c
W 0,32. Und der sportliche GSi ist mit c
W 0,30
und einem Luftwiderstand von 0,57 Quadratmetern die windschlüpfigste
Limousine der Welt. Schon nach kurzer Zeit nehmen die Kunden die neue
Form begeistert an und es beginnt ein Höhenflug, der dem Kadett E im
Jahr 1987 europaweit 625.000 Neuzulassungen beschert. Der Caravan ist da
schon längst Lademeister aller Klassen, und seit Herbst 1985 gibt es
zum ersten Mal seit dem Kadett C auch wieder eine Variante mit
Stufenheck. Der GSi wird endgültig zur Ikone, als er ab 1987 mit dem
richtungsweisenden 16-Ventil-Motor die Wettbewerber einfach stehen
lässt.
1991-1997: Opel Astra F – Der Bestseller
Rund 4,1 Millionen Astra F wurden von 1991 bis 1997 gebaut. Damit ist
die Baureihe das bis heute meistproduzierte Opel-Modell aller Zeiten.
Zeitgemäßes Design, mehr Platz, Komfort und Umweltschutz standen im
Mittelpunkt der Entwicklung. Der Nachfolger des Kadett übernimmt den
Namen seines Schwestermodells in Großbritannien – dort wird bereits die
vierte Generation des Kompaktwagens seit 1980 als Vauxhall Astra
verkauft. Beim Neuen wird Sicherheit ganz groß geschrieben. Alle Astra
verfügen über das Aktivgurt-System mit Gurtstraffern an den
Vordersitzen, höhenverstellbaren Gurten und Sitzrampen sowie
Flankenschutz einschließlich Doppelstahlrohr-Verstärkungen in allen
Türen. Erstmals besitzen alle Motoren einen Katalysator.
1998-2004: Opel Astra G – Der Vielseitige
Im Frühjahr 1998 geht der Astra mit coupéhaftem Design als Dreitürer,
als fünftürige Limousine und als Caravan an den Start. Mit zeitlichem
Abstand folgen Stufenheck-Limousine, Coupé und Cabrio. Progressives,
eigenständiges Design, dynamische Fahrwerks- und Antriebstechnik sowie
nahezu verdoppelte Torsions- und Biegesteifigkeit sind Merkmale der
völlig neu entwickelten zweiten Generation des Opel Astra. Zur hohen
Wertstabilität des Neulings trägt vor allem die vollverzinkte Karosserie
bei. Der aktiven Fahrsicherheit dient neben der um 30 Prozent höheren
Lichtausbeute der transparenten H7-Scheinwerfer das von Grund auf neu
entwickelte DSA-Fahrwerk (Dynamik Safety). Es verbindet Komfort mit
agilem und sicherem Handling auch bei voller Zuladung. Der um rund zehn
Zentimeter gewachsene Radstand ermöglicht ein größeres Raumangebot, vor
allem einen Zuwachs des Knieraums im Fond und ein auf 370 Liter
vergrößertes Kofferraumvolumen.
2004-2009: Opel Astra H – Der Powertyp
Mit zwölf Motoren von 90 bis 240 PS und sieben Karosserievarianten
ist die Modellvielfalt beim über 2,7 Millionen Mal verkauften Astra H
einzigartig. Progressives Design, hohe Fahrdynamik und technische
Innovationen – das sind die herausragenden Kennzeichen des Opel Astra
der dritten Generation, der im März 2004 startete und sofort zahlreiche
Vergleichstests in den Fachmedien gewann. Zu den technischen
Leckerbissen des Astra gehören das adaptive IDSPlus-Fahrwerkssystem mit
elektronischer Dämpferregelung, die sonst nur in Fahrzeugen der
Luxusklasse und in exklusiven Sportwagen zu finden ist, sowie das
AFL-Scheinwerfersystem mit dynamischem Kurvenlicht. Auch in puncto
Sicherheit fährt der Astra auf Top-Niveau. Die
Verbraucherschutz-Organisation Euro NCAP zeichnete ihn mit der
Maximalwertung von fünf Sternen für den Erwachsenen-Insassenschutz aus.
Mit insgesamt 34 Punkten gilt der Bestseller als eine der sichersten
Limousinen der Kompaktklasse.
2009 – 2015: Opel Astra J – Das Designerstück
Skulpturhafte Eleganz trifft hier auf deutsche Präzision: Der Opel
Astra J verkörpert dabei nicht nur die neue Design-Philosophie von Opel,
er unterstützt seine Fahrer auch mit Technologien, die bereits zum
Erfolg des Mittelklasse-Bestsellers Insignia beigetragen haben. Die
Frontkamera Opel Eye erkennt Verkehrszeichen und informiert über
Tempolimits oder Überholverbote. Sie achtet außerdem darauf, ob das Auto
in der richtigen Spur bleibt. Mit dem Scheinwerfersystem AFL+ kann der
Astra um die Ecke schauen und bei Bedarf sogar automatisch auf- und
abblenden. Dank des neuen Fahrwerks – auf Wunsch auch mit adaptiver
FlexRide-Technik – kann der Astra seine dynamischen Talente voll
ausspielen. Fahrspaß, verbessertes Handling und Komfort garantiert eine
neue Hinterachskonstruktion: Ein so genanntes Wattgestänge verbessert
dabei die Radführung. Entspannt zurücklehnen können sich Astra-Fahrer in
besonders ergonomisch und wirbelsäulenfreundlich gestalteten Sitzen,
für die Opel von den unabhängigen Experten der Aktion Gesunder Rücken
e.V. (AGR) das Gütesiegel erhält.
Ab 2015: Opel Astra K – Der Quantensprung
Bis zu 200 Kilogramm leichter, im Innern geräumiger trotz kleinerer
Außenmaße und effizienter als jemals zuvor dank Motoren der neuesten
Generation – der neue Opel Astra stellt einen Quantensprung in der
Entwicklung dar und feiert seine Weltpremiere auf der IAA im September
2015. Bestellbar ist die nächste Generation des
Kompaktklasse-Erfolgsträgers als Fünftürer bereits seit Mitte Juni. Der
neue Astra mit 1,4-Liter-Benziner startet zum günstigen Einstiegspreis
von 17.260 Euro. Damit kostet er keinen Cent mehr als sein Vorgänger. 53
Jahre nach seiner Premiere im Kadett hält außerdem wieder ein Triebwerk
mit einem Liter Hubraum in der Opel-Kompaktklasse Einzug – allerdings
jetzt mehr als doppelt so leistungsstark: Der 77 kW/105 PS starke
Dreizylinder 1.0 ECOTEC Direct Injection Turbo macht den neuen Astra zum
saubersten und sparsamsten benzingetriebenen Modell der Kompaktklasse.
Der neue Astra führt eine Tradition seines Vorgängers fort: Auch er
glänzt mit wegweisender Lichttechnologie. Er holt als erstes Auto das
Voll-LED-Matrix-Licht IntelliLux LED
® aus der Luxus- und
Premium- in die Kompaktklasse. Zur neuen Generation fortschrittlicher
Fahrerassistenz-Systeme zählen darüber hinaus Verkehrsschilderkennung,
Spurassistent mit aktiver Lenkkorrektur, Abstandsanzeige und
Frontkollisionswarner mit automatischer Notbremsfunktion. Und auch neu
entwickelte, mit AGR-Prüfsiegel versehene Ergonomie-Sitze sind auf
Wunsch wieder mit an Bord. Die neuen Sitze für Fahrer und Beifahrer
verfügen nun optional über zusätzliche Komfortmerkmale wie Ventilation
und Massagefunktion.